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Welche Hochzeitskarten braucht man eigentlich?

Autorenbild: Tina | FRAMED LOVE
Tina | FRAMED LOVE
vor 1 Tag
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Stunden

Save the Date, Einladung, Menükarte, Sitzplan, Namenskarten, Dankeskarten. Wer anfängt, sich mit Hochzeitspapeterie zu beschäftigen, merkt ziemlich schnell: Da gibt es mehr als die eine Einladung, die irgendwann im Briefkasten eurer Gäste landet.


Hochzeitspapeterie mit Save-the-Date, Hochzeitseinladung, Menükarte, Tischkarte und Namenskarte

Aber braucht ihr wirklich alles davon?


Nein. Und genau das ist das Schöne daran.

Eine Hochzeit mit 25 Menschen im kleinen Lieblingsrestaurant braucht etwas anderes als ein Wochenende mit 100 Gästen, mehreren Locations und Übernachtungen. Eine entspannte Gartenhochzeit stellt andere Anforderungen als ein elegantes Dinner mit festem Menü und Sitzordnung.


Eure Hochzeitskarten sollten deshalb nicht danach ausgewählt werden, was man bei einer Hochzeit eben so „hat“. Sondern danach, was euch und euren Gästen wirklich hilft und was euren Tag ein kleines bisschen schöner macht.


Den Anfang macht häufig das Save the Date. Vor allem dann, wenn zwischen der Entscheidung für euren Hochzeitstermin und dem Versand der eigentlichen Einladung noch einige Monate liegen. Feiert ihr in der Ferienzeit, an einem langen Wochenende oder müssen viele eurer Gäste eine längere Anreise einplanen, lohnt es sich, den Termin frühzeitig anzukündigen.


Viel muss darauf noch gar nicht stehen. Eure Namen, das Datum und eventuell schon der Ort reichen vollkommen. Bei einer kleinen Hochzeit, bei der ohnehin alle längst wissen, wann ihr heiratet, könnt ihr euch diese zusätzliche Karte dagegen durchaus sparen.

Ganz anders sieht es bei der Hochzeitseinladung aus. Die gehört für die meisten Paare wahrscheinlich zu den wenigen Karten, auf die sie wirklich nicht verzichten möchten. Schließlich ist sie der Moment, in dem aus einem vorgemerkten Datum eine richtige Einladung wird.


Gleichzeitig muss sie aber nicht versuchen, eure komplette Hochzeit auf ein paar Quadratzentimetern unterzubringen. Datum, Uhrzeit, Ort und die wichtigsten Eckdaten reichen völlig aus.


Im Idealfall steht zu diesem Zeitpunkt auch eure Hochzeitswebseite schon. Dann könnt ihr direkt auf der Einladung darauf verweisen, zum Beispiel über einen QR-Code oder eure persönliche Webadresse. Eure Gäste bekommen eine wunderschöne Einladung in die Hand und finden alles, was darüber hinaus wichtig ist, gesammelt auf eurer Hochzeitswebseite.


Hochzeitsgast schaut den Ablauf der Hochzeit auf einer Hochzeitswebseite am Smartphone an.

Übernachtungsmöglichkeiten, Anreise und Parken, Dresscode, Ablauf, Geschenkwünsche, Informationen für Gäste mit Kindern oder die Möglichkeit zur Zu- und Absage müssen dann nicht alle auf die Einladung gequetscht werden. Und ihr beugt damit ganz nebenbei einem guten Teil der Fragen vor, die sonst irgendwann per WhatsApp, Telefon oder beim nächsten Familienessen bei euch landen würden.


Genau hier ergänzen sich Hochzeitspapeterie und Hochzeitswebseite besonders gut: Die Einladung darf Einladung bleiben. Die Webseite übernimmt den ganzen Rest.


Und wenn eure Gäste dort direkt zu- oder absagen können, stellt sich automatisch die nächste Frage: Braucht es überhaupt noch klassische Antwortkarten?


Nicht unbedingt. Sie können bei einer sehr klassischen Hochzeit oder einem besonders aufwendig gestalteten Einladungskonzept wunderschön sein. Rein organisatorisch kann die digitale Rückmeldung aber wesentlich praktischer sein. Eure Antworten landen gesammelt an einem Ort und niemand muss Wochen später überlegen, ob Tante Petra nun am Telefon zugesagt hatte oder doch nur gesagt hat, dass sie noch einmal in den Kalender schaut.

Spätestens am Hochzeitstag selbst bekommt die Papeterie dann eine ganz andere Aufgabe. Jetzt geht es nicht mehr nur darum, Informationen weiterzugeben. Viele Karten werden Teil der Dekoration und damit Teil des Gesamtbildes eurer Hochzeit.


Eine Menükarte ist dafür ein ziemlich gutes Beispiel. Bei einem gesetzten Dinner mit mehreren Gängen ist sie praktisch und sieht gleichzeitig wunderschön auf dem gedeckten Tisch aus. Bei einem Buffet kann dagegen eine gemeinsame Übersicht vollkommen ausreichen und beim Foodtruck auf der Gartenhochzeit braucht wahrscheinlich niemand eine eigene Menükarte am Platz.


Das Menü kann zusätzlich schon vorab auf eurer Hochzeitswebseite stehen. So wissen eure Gäste, was sie erwartet, und ihr könnt dort beispielsweise auch Informationen zu vegetarischen oder veganen Optionen ergänzen. Die gedruckte Menükarte am Hochzeitstag wird dadurch nicht überflüssig. Sie muss nur nicht mehr sämtliche Informationen übernehmen und darf vor allem eines sein: ein Teil eurer Tischgestaltung.


Ähnlich ist es mit Getränkekarten. Bei Wein, Bier und einigen Softdrinks braucht es wahrscheinlich keine eigene Karte. Habt ihr dagegen Signature Drinks, verschiedene Weine, Cocktails oder eine größere Barauswahl, kann sie richtig schön werden. Ob auf jedem Tisch, integriert in die Menükarte oder als größere Variante an der Bar, hängt wieder davon ab, wie ihr feiert.


Auch Namens- und Platzkarten sind nicht bei jeder Hochzeit notwendig. Bei einer kleinen Feier mit einer langen Tafel kann freie Platzwahl wunderbar funktionieren. Bei 80 oder 100 Gästen und einer festen Sitzordnung wird es schon schwieriger.


Und gerade diese kleinen Karten können mehr sein als reine Wegweiser zum Stuhl. Wenn sie schön gestaltet sind und vielleicht sogar euer Partnerlogo tragen, werden sie zu einem kleinen persönlichen Detail, das eure Gäste am Ende des Abends mitnehmen können. Ein Stück eurer Hochzeit, das später noch irgendwo an einer Pinnwand, im Fotoalbum oder in einer Erinnerungskiste landet.


Je größer die Feier wird, desto wichtiger wird meist auch der Sitzplan. Natürlich kann er wunderschön am Eingang der Location stehen und eure Papeterie gestalterisch weiterführen. Noch entspannter wird es allerdings, wenn eure Gäste ihre Tischzuordnung bereits vorher auf der Hochzeitswebseite finden können.


Dann muss nicht die komplette Hochzeitsgesellschaft nach der Trauung gleichzeitig vor einem einzigen Plan stehen und Namen suchen. Wer möchte, schaut vorher kurz auf dem Smartphone nach und weiß schon beim Ankommen, wohin es geht. Der gedruckte Sitzplan vor Ort bleibt trotzdem sinnvoll und kann gleichzeitig ein wunderschönes Gestaltungselement sein.


Beim Ablaufplan kann man dagegen inzwischen durchaus überlegen, ob man überhaupt noch eine eigene Karte braucht. Fast jeder eurer Gäste hat sein Smartphone dabei. Wenn der Tagesablauf auf eurer Hochzeitswebseite steht, kann jederzeit nachgeschaut werden, wann der Sektempfang beginnt, wann es Essen gibt oder wann der Shuttle zurück zum Hotel fährt.


Und genau darin liegt einer der großen Vorteile einer Hochzeitswebseite: Informationen, die eure Gäste einfach nur brauchen, müssen nicht automatisch gedruckt werden. Sie sind jederzeit auf dem Handy erreichbar und können sogar noch geändert werden, wenn sich während der Planung etwas verschiebt.


Ganz auf Papier verzichten würden die meisten Paare wahrscheinlich trotzdem nicht wollen. Und das müssen sie auch überhaupt nicht.


Denn eine Einladung, die man aus dem Briefkasten holt, eine liebevoll gestaltete Menükarte auf dem gedeckten Tisch oder eine Namenskarte mit dem eigenen Namen darauf fühlt sich anders an als eine Information auf dem Smartphone. Genau deshalb geht es nicht darum, sich zwischen digital und gedruckt zu entscheiden.


Es geht darum, beides dort einzusetzen, wo es am meisten Sinn ergibt.


Und dann gibt es noch eine Karte, bei der die Hochzeitswebseite ausnahmsweise nicht viel übernehmen kann: die Dankeskarte.


Wenn die Hochzeit vorbei ist, die Blumen langsam verwelken und ihr wahrscheinlich zum hundertsten Mal eure Hochzeitsfotos anschaut, ist sie der schöne letzte Abschluss. Vielleicht mit einem Lieblingsfoto des Tages, ein paar persönlichen Worten und genau dem Design, mit dem alles angefangen hat.


Wenn sich eure Farben, Schriften und euer Partnerlogo vom Save the Date über die Einladung und eure Hochzeitswebseite bis zur Dankeskarte wiederfinden, erzählt eure Hochzeit auch gestalterisch eine Geschichte.


Und genau deshalb gibt es auf die Frage, welche Hochzeitskarten ihr wirklich braucht, keine allgemeingültige Liste.


Eine Einladung? Sehr wahrscheinlich. Alles andere hängt davon ab, wie groß ihr feiert, wie euer Tag aussieht und welche Informationen eure Gäste tatsächlich brauchen.


Vieles, was früher zwangsläufig auf einer Karte stehen musste, kann heute eure Hochzeitswebseite übernehmen. Eure Gäste haben die wichtigsten Informationen jederzeit auf dem Smartphone dabei, ihr könnt Änderungen zentral aktualisieren und müsst nicht für jede Information ein weiteres Stück Papier gestalten und drucken lassen.


Gerade bei einer größeren Hochzeit macht das auch finanziell einen Unterschied. Bei 80 oder 100 Gästen summieren sich zusätzliche Antwortkarten, Ablaufkarten, Informationskarten oder andere Beileger schnell. Wer modern heiratet und digitale Möglichkeiten nutzt, kann sich einen Teil dieser Druckkosten ganz einfach sparen.


Komplett auf Papier verzichten würde ich trotzdem nicht. Eine Hochzeitseinladung gehört für mich genauso in den Briefkasten wie später eine persönliche Dankeskarte. Und je nach Größe und Art eurer Hochzeit machen natürlich auch Namenskarten, Tischkarten, Menükarten oder ein schöner Sitzplan vor Ort Sinn.


Alles andere darf digital werden. Nicht, weil Papier keinen Platz mehr bei einer modernen Hochzeit hat, sondern weil nicht jede Information eine eigene Karte braucht.


Dadurch darf eure Hochzeitspapeterie wieder das sein, was sie besonders macht: etwas, das man gerne in die Hand nimmt, das euren Stil sichtbar macht und das vielleicht sogar lange nach der Hochzeit noch aufgehoben wird.


Digital für alles, was eure Gäste wissen müssen. Print für alles, was man gerne in der Hand hält und behalten möchte.

 
 
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